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II: Studie: Kooperatives Verhalten in Netzwerken

Wie sehen soziale Netzwerke aus, in denen Kooperationen entstehen? Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der University of Nebraska-Lincoln konnten anhand einer spieltheoretischen Simulation zeigen, dass sich Kooperation eher in sozialen Netzwerken entwickeln, in denen Menschen ihre Interaktionen auf wenige andere Menschen fokussieren.

Freunden helfen wir beim Umzug, für den Campingtrip leihen wir uns ein Zelt von einer Kollegin und wenn der Nachbar im Urlaub ist, gießen wir seine Blumen. Wir alle befinden uns in komplexen sozialen Netzwerken, in denen wir miteinander interagieren und im Idealfall kooperieren. Auch wenn unser Netzwerk im Schnitt aus 150 bis 200 Menschen besteht, interagieren wir nicht mit allen von ihnen gleich stark. Tatsächlich konzentrieren wir uns meist nur auf wenige, enge Kontakte.

Diese für Menschen typische Netzwerkstruktur haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung (MPIB) in Computersimulationen untersucht. Sie konnten zeigen, dass es sich positiv auf das Kooperationsverhalten in Netzwerken auswirkt, wenn sich die sozialen Kontakte auf wenige Personen fokussieren. Solche Netzwerkstrukturen helfen zudem, den negativen Effekt von Vergessen – also wenn wir uns an das frühere Verhalten des anderen nicht mehr erinnern können – auf Kooperationsverhalten abzumildern.

„Für Psychologen ist es faszinierend zu beobachten, wie sich in sozialen Netzwerken kooperatives Verhalten entwickelt“, sagt Thorsten Pachur, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPIB und Coautor der Studie. „Interessanterweise scheinen insbesondere auch die Strukturen innerhalb des sozialen Netzwerks dafür wichtig zu sein. Um das genauer zu erforschen, haben wir soziale Netzwerke mit unterschiedlich intensiven Verbindungen mithilfe des Gefangenendilemmas [ein spieltheoretisches Entscheidungsspiel] simuliert und miteinander verglichen".

Die Entscheidungsmöglichkeiten der Spieler wurden in mathematische Algorithmen übersetzt und von virtuellen Agenten in einer Computersimulationen getroffen. Die Simulation zeigte, dass je ungleichmäßiger die Agenten ihre Interaktionen verteilten, also je fokussierter sie auf eine kleinere Gruppe von Netzwerkmitgliedern waren, umso eher setzte sich kooperatives Verhalten über verschiedene Generationen von Agenten durch.

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